Infos für unsere Mieter zu Gaskosten und Einsparung - Stand 04.08.2022

Aus den vielen, auch verunsichernden Berichten in Zeitungen und Internet möchten wir hier wesentliche aktuelle Fakten und sinnvolle Verhaltenshinweisen zusammenstellen.

Neben vielen anderen, z.T. explodierenden Kosten bei Stahl, Holz, Isoliermaterial aber auch bei den Lebensmitteln, steigen die Kosten für das Erdgas, das gerade in Deutschland eine sehr große Zahl von Häusern und Wohnungen mit Wärme und warmen Wasser versorgt, gerade besonders an. Aktuell sollte man mit mindestens den dreifachen Kosten beim Verbrauch (nicht Grundkosten) rechnen. Dazu kommen noch 1-5 Cent/kWh für die beschlossene Umlage, die die großen Gaseinkäufer entlasten soll (mit oder ohne MwSt ist noch nicht geklärt) sowie seit gestern ggf. noch eine weitere Umlage für die Vorratslagerung in den Gasspeichern.

Wenn man zukünftige Preise (aktueller Gaseinkauf z.B. ab Ende 2023) betrachtet kommen auch Faktoren von 8 vor. Eine Entlastung im folgenden Winterhalbjahr ist nicht in Sicht, vermutlich eher eine Verschärfung bei weiterer Drosselung. Die neuen Häfen für Flüssiggas in Deutschland starten frühestens Ende 2022, haben dann aber vermutlich Lieferprobleme durch fehlende Schiffskapazitäten. Die Ersatzlieferung an andere europäische Terminals ist auch sehr eingeschränkt, da ein wichtiger Versandhafen in den USA durch Explosion ausgefallen ist. 

Alle diese Umstände verlangen eine europäische Einsparung von aktuell 15 %, wobei u.a. Spanien die aktuell höchsten Sparmaßnahmen beschlossen hat, ein Land das kaum abhängig vom russischen Gas ist und das nur zur Unterstützung u.a. von Deutschland macht. Ob trotzdem noch Gas zeitweise für Industrie oder auch Haushalte abgestellt wird, kann gerade keiner sicher ausschließen.

Gas sparen in der Wohnung

Man kann und sollte - auch für die Reduzierung der eigenen Kosten - die Temperatur absenken und sich wärmer anziehen oder eine Decke beim Fernsehen verwenden.

1 Grad weniger Raumtemperatur = 6 % Gaseinsparung!

Als untere Grenze sollte aber eine Temperatur von 16 Grad gelten, wenn man normal in der Wohnung wohnt, um Schimmelgefahr auszuschließen. Gerade in kleinen Wohnungen entstehen durch Kochen, Waschen und Trocknen, Duschen aber auch beim Schlafen eine Menge an Feuchtigkeit, die sinnvoll nur durch Stoßlüften bei einer Mindestraumtemperatur aus den Räumen entfernt werden kann. Warme Luft nimmt vergleichsweise mehr Feuchtigkeit auf, die beim Lüften nach draußen transportiert wird und die dann hereinkommende kalte Luft kann beim Erwärmen wieder deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als sie bei tieferen Temperaturen hat. Ein kurzzeitiges Stoßlüften und die Erwärmung der kalten Luft benötigt keine große Wärmemenge (wenn nur die Luft und nicht die Wände erwärmt werden muss).

Bei Reduzierung der Raumtemperatur besonders auf Schimmelbildung achten und das besonders bei Objekten, die an kalten Wänden stehen!

Ergänzende elektrische Heizgeräte

Die günstigen Geräte, wie z.B. der 2 KW-Heizlüfter aus dem Baumarkt kosten extrem viel Energie (Stromkosten sind ja auch sehr gestiegen) und die Wärmewirkung hört direkt auf, wenn das Gerät abgeschaltet wird. Auch Ölradiatoren sind nicht zu empfehlen. Infrarotheizstrahler (z.B. im Bad) aber besonders Infrarotflächenheizungen sind eine deutlich bessere Wahl. Sie heizen nicht die Luft sondern die Körper (Wände, Möbel oder den eigenen Körper). Die Wärme ist sehr angenehm und wir haben in verschiedenen Räumen vom Büro mit Deckenheizung bis zum Bad in den letzten 5 Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Beispiel:

Kellerbüro, 16 m², Altbau mit 2 Außenwänden. Es reicht eine stehende 300 Watt-Heizplatte unter dem Schreibtisch, um bei angenehmer Wärme sitzende Tätigkeit ausüben zu können. Regulär nach Berechnungen würde der Raum eine Heizplatt um 1,1 KW benötigen um gleichmäßig warm zu sein. Aber auch die 1,1 kW wären deutlich geringer als ein 2 kW-Heizlüfter, der im Vergleich durch die Luftbewegungen auch eine sehr unangenehme Wärme erzeugt.

Die Infrarotheizplatten gibt es inzwischen günstig auch beim online-Versendern. Hier haben wir bisher keine Erfahrungen gemacht, sondern nur mit deutlich teureren Modellen u.a. von Digel, Heizprinz. 

Heizkostenbeispiele in Iserlohn (Stadtwerke) folgen.

Für Fragen unserer Mieter stehen wir gerne zur Verfügung.

Reinhold Berlin

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Wir vermieten private eigene Objekte in den Städten Iserlohn, Lengerich und Enger. Dies sind kleine und größere Wohnungen von 30-115 m² oder auch einzelne Häuser mit Garten. Diese Seiten enthalten zusätzliche Informationen zu den aktuellen Angeboten in den Immobilien-Portalen.

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